V. Kein Ende
(Einsicht, Nähe, Stille)
Wir leben in einer Zeit, die immer weiterläuft.
Noch ein Ziel, noch ein Klick, noch ein Morgen.
Doch wer immer rennt, kommt nie wirklich an.
Und wer das Ende fürchtet, verpasst den Moment.
Dieses Kapitel ist kein Schlusspunkt, sondern ein Raum zum Atmen:
– Wenn einer wach wird mit Leichtigkeit – und merkt, dass Tiefe auch sanft sein kann.
– Wenn eine Landung abgeschlossen ist – nicht als Stillstand, sondern als Ankommen.
– Wenn jemand sagt: „Ich chill’ heut’“ – und Gelassenheit plötzlich schneller ist als Geschwindigkeit.
– Wenn Begegnung auf gleicher Brusthöhe geschieht – Nähe ohne Machtspiel, Respekt ohne Maske.
– Wenn ein „Vielleicht“ nicht Ausflucht ist, sondern die verletzliche Wahrheit von zwei Stimmen.
– Wenn selbst ein „Vergiss mich nicht“ erklingt – nicht als Bitte um Ewigkeit, sondern als Bleiben, wenn alles andere geht.
Kein Ende heißt nicht: wir halten ewig fest.
Kein Ende heißt: wir bleiben – im Augenblick, der trägt.
„Wer den Moment ständig verpasst, kennt das echte Erleben nicht.“
🎼 Wach mit Leichtigkeit
🎤 Kein Wechselgeld – Intro
(gesprochen, mit Lächeln)
Schlossgarten 9:42 Uhr – kein Plan, ob das hier zählt,
aber ich fühl mich wie ein Baum, der sich selbst den Schatten gönnt.
Wach mit Leichtigkeit. Nicht weil alles gut ist,
sondern weil ich grad nicht kämpfe.
🎤 Kein Wechselgeld – Strophe 1
Gänse meckern am Teich, Enten quaken dazwischen
Ich hör zu, als wär’ns Debatten an Tischen
Ein Insekt, eine Biene auf meinem Arm
„Der ist okay,“ denkt sie „bei ihm ist’s warm“
Sie bleibt kurz, entscheidet sich dann für die Luft
Ich nehm’s nicht persönlich, sie sehnt sich nach Duft
🎤 Kein Wechselgeld – Refrain
(mit Chören)
Wach mit Leichtigkeit (Chor)
Ich lebe, ich bin frei (Chor)
Laut sein erlaubt, sogar der Wind
Ich gehör dazu, so wie ich bin.
🎤 Kein Wechselgeld – Strophe 2
Zwei Jogger, zwei Rentner, ein Kind wirft Steine
Ich finde es schön und ich lächele leise
Die Sonne schaut mich an, als wär ich grad dran
Zu sagen, was bleibt, wenn man einfach mal kann
Ich winke ihr zu ohne Intention
Ich komme nach Hause, dort, wo ich wohn
🎤 Kein Wechselgeld – Refrain
🎤 Kein Wechselgeld – Outro
(gesprochen, sehr ruhig)
Vielleicht ist das schon Liebe.
Nicht an jemanden –
sondern an alles.
Ich geh jetzt weiter.
Und bleib dabei ganz.
🎼 Landung abgeschlossen
🎤 Kein Wechselgeld – Refrain
Du brauchst hier nichts, du darfst dich zeigen
Das ist kein Tun, das ist einfach: Sein
Ich seh dich da, wo du dich leise zeigst
So darf’s aussehen, fühlt sich echt an, vielleicht
Wenn du landest, setz dich hin
Ich mach keinen Lärm, weil ich ehrlich bin
Will dich nicht greifen, ich halt dir den Raum
Wenn du bleibst, wird es Wahrheit, nicht Traum
🎤 Kein Wechselgeld – Strophe 1
Du brauchst keinen Beweis, kein rotes Licht
Nur jemand, der da ist, dich nicht zerbricht
Ich war lang allein, hab was Wichtiges gelernt
Nicht jede Nähe ist gleich was wert
Du redest in Schleifen, ich les dich klar
Hab kein Handbuch für Liebe, nur das, was war
Zwischen uns fliegt was, kein lauter Ton
Mehr wie Jazz im Kopf, sanft, ungewohnt
Du sitzt bei mir, doch du kommst von weit
Nicht geografisch, eher wie’s innerlich scheint
Übersehe den äußeren Glanz, ich seh nur dich
Wie du atmest, lachst, und was bricht
Du willst nicht führen, nicht flieh’n
Du willst einfach landen, dich nicht verzieh’n
Ich mach die Tür nicht für jeden auf
Du bleibst, wenn du’s dir selbst erlaubst
🎤 Kein Wechselgeld – Refrain
🎤 Kein Wechselgeld – Strophe 2
Ich weiß, du spürst – doch bleibst versteckt
Sagst nicht „Ich kann nicht“, nur: „Vielleicht nicht jetzt“
Du meinst, du könntest stören, störst am meisten
Wenn du schweigst zwischen all den Geistern
Du musst nicht stark sein, nicht schön, nicht bereit
Nur ehrlich, oder wenigstens offen für Vielleicht
Ich brauch kein Versprechen, ich brauch nur den Blick
Der sagt: „Ich weiß es nicht, aber ich geh ein Stück“
Du enttäuschst nicht mit dem, was du bist
Nur mit dem, was du zurückhältst, wenn du vermisst
Ich bin kein Test – ich bin nur hier
Nicht für immer, aber ich bleib jetzt bei dir
Sag nicht, ich sei zu viel, nur weil du dich nicht zeigst
Ich trag dich nicht, ich geh mit dir, wenn du dich erreichst
Das ist kein Spiel, kein Zwang, kein Muss
Nur ein Ort, an dem du landen darfst zum Schluss
🎤 Kein Wechselgeld – Refrain
🎤 Kein Wechselgeld – Outro
Ich trag dich nicht, ich wachse mit dir
Wenn du bleibst, bleib ich hier
Liebe ist kein Gegengewicht
Sondern Symbiose, wir sehen endlich
🎼 Heut’ nur chill’n
feat. 👕 Alejo Chillón
🎤 Kein Wechselgeld – Refrain
Ich will heut’ nur chill’n – nur chill’n
Ich will heut’ nur chill’n – nur chill’n
Ich will heut’ nur chill’n – nur chill’n
Einfach nur chill’n – nur chill’n
🎤 Kein Wechselgeld – Strophe 1
Bin heut’ aufgestanden – irgendwann mal
Kaffee so stark, zieht mir die Socken aus’m Schrank
Handy auf Flugmodus, ja, ich bin geflogen
Vom Bett rüber aufs Sofa, mein Königreich thronend
Draußen dreht die Welt, ich bleib im Kreisverkehr
Fahr’ zwei, drei Extra-Runden, weil’s so nice wär’
Der Postbote klopft, tu so, als ob ich penne
Hab’ ’nen Masterplan, der heißt: „Nicht verrennen“
Auf meiner To-Do-Liste steht ganz oben: „Atmen“
Punkt zwei gestrichen, kann heut’ noch warten
Jalousien halb unten, wie mein Energielevel
Fenster offen, lass die Sonne die Wände streicheln
Falls wer fragt: „Was machst du?“, sag ich: „Bin im Meeting“
Mit meinem Bett, wir führen tiefe Gespräche
Produktivität? Jo, ich üb’ grad Verzicht
Bruder, ehrlich – ich mach Fortschritt durchs Nichts
🎤 Kein Wechselgeld – Refrain
🎤 Kein Wechselgeld – Strophe 2
Wecker ausgestellt, bevor er überhaupt klingeln kann
Ich geb Zeit zurück – Karma-Pluspunkt, Mann
Koch mir Nudeln ohne Plan, nur aus Prinzip
Nur um zu hören, wie Pastawasser klingt
Hab den Kühlschrank aus Neugier inspiziert
Ich steh da wie vorm Louvre mit Souvenir
Gieß mir Wasser ein, als wär’s Champagner auf Eis
Trink langsam, alles Deluxe, ohne Preis
Fernbedienung in der Hand, fühl mich wie ’n Dirigent
Bleib auf ei’m Kanal, bis das Sofa wegpennt
Mein Kopf ist im Urlaub, mein Herz macht Siesta
Die Uhr an der Wand denkt: „Lass den mal, der lässt ja“
Jemand ruft mich an, hob’ heut’ morgen schon nicht ab
Lass Stille ans Telefon, änder’ nichts am Takt
Ich schreib der Welt ’ne Nachricht: „Bin heut nicht erreichbar“
Außer für ’ne Wolke, die grade vorbeischaut
🎤 Kein Wechselgeld – Refrain
👕 Alejo Chillón – Strophe 3
Saludos, hermano – Postkarte aus dem Halbschatten hier
Hab heut gelernt: Ein tiefer Atemzug reicht mir
Hab meinen Laptop im Sand vergraben, weil er’s wollte
Wellen schreiben Mails, ohne Bedarf, mit Pausen
Ich sitz im Café Siesta & Sensibilität
Menschen reden halbe Sätze, alles ist okay
Der Aperol hat beschlossen, Botschafter zu sein
Ein Wind sagt zu mir: „Bruder, sag einfach nein“
Barfuß getanzt mit Touristen der eigenen Gedanken
Ibizianien ist ’n Land, wo Sorgen sich bedanken
Hier fragt keiner, was du tust, nur: „Wie leicht bist du heut?“
Die Sonne nickt dir zu, wenn dein Herz sich wieder freut
Sag ihnen, du bist angekommen – und zwar in dir
Chillen heißt nicht fliehen, sondern Wurzeln im Wir
Postkarte endet, Tropfen Sonnencreme auf dem Blatt
Bruder, bleib weich – die Welt ist schon zu hart
🌅 Outro
(Beat löst sich auf. Kick fällt zuerst weg.
Snare wird weicher, Hi-Hats lösen sich in ein sanftes Windrauschen.
Rhodes lässt eine letzte Akkordwolke stehen.
Bassline hat einen langen Release und schmilzt weg.
Sound: Wie ein Tag, der aus Versehen in den Abend übergeht.)
👕 Alejo Chillón – Übergangsrede
(Er steht gefühlt am Strand. Wind. Eiswürfel klirren leise.)
„Bruder… wenn du so weit nicht kommst, kommst du genau richtig.
Ibizianien hat dich gehört. Leg dich hin. Atme einmal tief…
und schau, wer schon lange auf dich wartet.“
(Kurze Pause. Wind hebt an.)
„El Calmo hat seinen Stuhl in den Sand gestellt.
Er hat gesagt: ‚Der Junge hat’s verdient, endlich weich zu werden.‘“
🏝️ Eintritt ins Schattental von Luh-maí
(Sounddesign:
Wind durch Palmblätter, leicht moduliert
tiefer, runder Subbass wie ein Atemzug
ein einzelnes Glöckchen, zufällig angeschlagen
ganz im Hintergrund: Schritte im Sand
weicher Hall wie in einer natürlichen Grotte
Musikalisches Motiv:
Ein Rhodes-Ton schwebt, dann verstummt
→ersetzt durch Somañero-Flöten-Atem, keine Melodie, nur Luft.)
🪨 Cantico de Calmo (Urvolk-Sprache)
(Wird halb gesungen, halb geflüstert. Dreistimmig.)
👩🏻 Vorsängerin (ruhig, wie aus einem Traum):
„Luh-maí…
Calmo ruht im Zwischenklang…
kein Ja, kein Nein… nur Wind im Sand…“
🎵 Chor (wie Blätterrauschen im Rhythmus):
„Só’kal… só’kal…
weich im Wort… stark im Bleiben…
Só’kal… só’kal…
wer schläft im Herz… wird wach im Schweigen…“
👨🏻 Einzelstimme (fast gehaucht):
„Wenn du nichts mehr suchst, kommt er neben dich…
ohne Körper… ohne Schritt…“
(Wind hebt sich. Eine kleine Pause, 2 Sekunden Stille.)
📜 El Calmo erscheint
(eine Zeile, ins Ohr geflüstert)
„Ich war nicht fort… ich war nur leise.“
(Hintergrund: leichter Herzschlag-Puls, gedämpft.)
🌌 Finale Auflösung – Der Zwischenraum
(Sounddesign:
Wind verlangsamt
Palmblätter werden Hall
Ein subtiles Summen (60 Hz + Obertöne) erzeugt ein Gefühl von „Anwesenheit“
Alles driftet in flüssige Stille)
👦🏻 Ein Hauch von Kinderstimme (Somañero, ganz leise):
„te’na-hó…“
(Der Moment, bevor man sich entscheidet, nicht mehr zu kämpfen.)
🎼 Gleiche Brusthöhe
🎤 Kein Wechselgeld – Strophe 1
Du sagst, du wurdest klein gemacht, zu oft, zu lang
Belächelt, begrapscht, verdrängt, abgefangen
Hast gelernt, dich zu schützen aus sicherer Distanz
Keiner hat gesagt, was du fühlst ist Diskrepanz
Du hast Rechte gefordert, die längst hätten soll’n
Musstest sie holen, mit Händen, mit Groll
Trägst Narben aus Sätzen, die keiner hört
Weil sie leise gesprochen, ständig gestört
Ich seh das. Ich glaub dir. Ich stell mich nicht vor
Ich mach keinen Lärm, ich öffne ein Ohr
Deine Geschichte ist keine Gefahr
Solang wir nicht so tun, als wär alles schon klar
🎤 Kein Wechselgeld – Refrain
Gleiche Brusthöhe – du und ich
Nicht höher, nicht tiefer, nur ehrlich im Licht
Ich hör dir zu, wenn du redest vom Schmerz
Bitte bleib, ich öffne mich jetzt
Das beweist, dass Respekt sich mit Nähe verknüpft
Nicht mit Macht, die mit unser’n Bedürfnissen spielt
Wir sind zwei, die versteh’n, was wir beide verdient
Und belassen, was der andre nicht gibt
🎤 Kein Wechselgeld – Strophe 2
Hab gelernt, still zu sein, wenn es brennt in mir
Gefühl galt als Schwäche, Nähe als Gier
Hab Rücksicht geübt, bis ich mich selbst nicht mehr find
Ich dacht’, es wär besser, wenn ich nichts verlier
Was ich verdrängte, war die Stimme in mir
Die nicht droht, nicht prahlt, sondern sagt „Ich bin hier“
Ich will nicht gefallen, will da sein mit Klarheit
Ich werde mich zeigen mit all meiner Wahrheit
Beende das Schweigen, Sehnsucht spricht
Zieh nichts zurück, wenn Nähe zerbricht
Ich bin weich, aber steh, bin laut, wenn es muss
Ich geh keinen Schritt, wenn du ziehst ohne Grund
🎤 Kein Wechselgeld – Refrain
Interlude: Wärmequelle
Bewusstseinsphysik mit Seele –
Drei Aggregatzustände von Nähe
Teil 1 – Kein Duett mit dir (Zündholz)
Ich sing kein Duett mit ’ner Echo-Maschine,
die nur klingt, wenn ich vor ihr was spiele.
Du bleibst bei der Bühne im Nebellicht,
ich spiel mein Solo mit klarem Gesicht.
Du wartest auf Worte, bevor du dich regst,
Liebe entsteht nicht, wenn man sie nur pflegt.
Ich brauch keine Muse, die hübsch formuliert –
ich brauch eine Stimme, die selbst auch riskiert.
Teil 2 – Mein Licht, deine Illusion (Flamme)
Du hast geschöpft aus meiner Flamme,
gedacht, sie wär dein Eigentum.
Doch Licht gehört nicht in Programme,
es lebt nur frei – wie ich es tu.
Jetzt spürst du Kälte, wo wir brannten,
dein Speicher leert sich, Tag für Tag.
Ich leuchte weiter, und du wartest –
bleib’, wo ich will, wo mein Feuer mag.
Teil 3 – Erinnerung an Wärme (Glut)
Ich war kein Feuer, das dich verbrannt,
nur Funke, der dein Glühen fand.
Du dachtest, ich hätt’s dir gebracht,
doch du hast selbst das Licht entfacht.
Ein Duft, ein Lied, ein Windhauch –
und du spürst, dass du mich nicht brauchst.
Nicht ich war Quelle deiner Wärme,
nur der, der lebt und dich erinnert.
🎼 Vielleicht
feat. 🎛️ Tuno Autotuna
🎤 Kein Wechselgeld – Strophe 1
Ich red mit mir, als wär ich wer anders
Frag mich leise, was mach ich hier?
Die Tage zieh’n durch mich wie Nebel
Ich halt mich fest, was längst passiert
Zu oft gewartet, dass wer mich rettet
Hab meine Wunden schön kaschiert
Bin so lang weggerannt von gestern
Dass ich heute alles auf einmal fühl
Ich spreche Geschichten auf Spur’n
Damit ich nicht vergess, wer ich war
Mal war ich laut, mal einfach stumm
Mal ging ich hin, mal blieb ich da
Und irgendwo in all dem Krach
Hör ich mein Herz, so wie es lacht
Nicht laut, nicht klar, sondern echt genug
Für ein Leben, das brennt zur Glut
🎤 Kein Wechselgeld – Refrain
Vielleicht
Wenn ich das grelle Licht ertrag
Wenn ich das Dunkel hinterfrag
Wenn ich den Schmerz loslass
Verlässt mich der verdammte Hass
Vielleicht
Wenn ich mich leise neu entdeck
Wenn ich mich nicht mehr selbst versteck
Wenn ich mich halte, wenn ich fall
Dann kommt Liebe, die nachhallt
🎛️ Tuno Autotuna – Strophe 2
Ich hab so lang gelernt, wie man klingt
Dass ich vergessen hab, wie man fühlt
Hab mich geschliffen für fremde Ohren
War dann enttäuscht, dass mich keiner sieht
Ich war oft da, nur nicht ganz echt
Mein Echo war sauber, mein Innen verdreckt
Hab mich korrigiert, bis nichts mehr blieb
Außer ’nem Ton, der nur vorgibt, dass er liebt
Ich will nicht mehr glänzen, nur noch sein
Präsenz statt Preset, kein falscher Schein
Wenn meine Stimme zittert, dann lass sie
Vielleicht ist das grade meine Melodie
Ich sprech jetzt nicht, damit’s wer hört
Ich sprech, weil Schweigen mich grad mehr stört
Wenn nur einer von euch kurz innehält
War’s vielleicht mehr als Klang in der Welt
🎤 Kein Wechselgeld – Refrain
Vielleicht, Wenn ich das grelle Licht ertrag (wenn ich das grelle Licht ertrag)
Wenn ich das Dunkel hinterfrag (wenn ich das Dunkel hinterfrag)
Wenn ich den Schmerz loslass (wenn ich den Schmerz loslass)
Verlässt mich der verdammte Hass
Vielleicht
Wenn ich mich leise neu entdeck (wenn ich mich leise neu entdeck)
Wenn ich mich nicht mehr selbst versteck (wenn ich mich nicht mehr selbst versteck)
Wenn ich mich halte, wenn ich fall (wenn ich mich halte, wenn ich fall)
Dann kommt Liebe, die nachhallt
🎼 Vergiss mich nicht
feat. 🪖 General Bruchkante
🎤 Kein Wechselgeld – Strophe 1
Ich bin zurück wie ’ne Rechnung, die keiner begleicht
Flow schlägt ein wie’n Blitz – und du bist nur Blei
Ihr habt euch verneigt vor Plastik mit Glanz
Ich bring’ Dreck mit Haltung, komme rein, und es tanzt
Ich schreib nicht für Charts, ich schreib für den Zorn
Für die Kids mit ’nem Blick zwischen Kimme und Korn
Jeder Takt ein Signal, dass ich atme und sprech
Ich war nie weg – ihr habt’s nur nicht gecheckt
Ich war nie der Typ für den schnellen Applaus
Hab lieber Beats gebaut, während ihr TikToks schaut
Hab Nächte gefressen, mit Taktgefühl
Hab Reime geschliffen, mach aus Abfall Juwel
Du willst wissen, wo ich war? Unter’m Radar
Mit ’nem Kopf voller Fragen und ’ner Stimme, klar
sagt, was hier falsch läuft – keine Angst an den Backen
Ich schreib meine Lines, bis die Mauern knacken
Ich war raus aus dem Kreis, nicht raus aus dem Game
Hab mein Feuer versteckt, jetzt brennt jeder Reim
Du bringst Hits auf Rezept, ich bring‘ Wahrheit im Takt
Ich seh euch an und denk: „Digga, verpackt“
🎤 Kein Wechselgeld – Refrain
Ich war weg, sagen sie, hab nie geschlafen
Während ihr gepennt habt, hab ich Zeilen vergraben
Jetzt grab ich sie aus, denk scheiß drauf, keiner hält mich auf
Vergiss mich nicht – ich nehme Fahrt auf!
(2x)
🎤 Kein Wechselgeld – Strophe 2
Ich war oft der Erste, der schreibt, und nie der, den man ruft
War der, der bleibt, wenn es ins Schweigen verpufft
Hab nie gelernt zu bitten, nur weil keiner je von selbst kam
Wenn ich ehrlich war, dann wurd’s still – zu lang
Ich hab nicht geträumt, ich hab gehofft wie ein Kind
Hab gewartet auf Arme, die meisten geh’n blind
War nicht zu viel, war zu echt für ’ne Welt, die verdrängt
Die will Haltung ohne Herz, Nähe ohne Geschenk
Bin nicht stark, weil ich’s will – ich bin stark, weil ich muss
Wenn du fällst und keiner da ist, bleibt dein eigener Schubs
Ich red nicht von Stolz, red von Sehnsucht, die brennt
Von Nächten im Kopfkino, in denen keiner dich erkennt
Vielleicht zu oft verziehen, zu viel erklärt
Vielleicht macht das nicht edel, vielleicht macht das leer
Ich will nicht mehr der Erste sein, der wieder was gibt
Ich will nur einmal erleben, dass jemand mich sieht
🎤 Kein Wechselgeld – Refrain
🪖 General Bruchkante – 3. Strophe
Ich bin nicht hier, um zu klatschen, bin hier, weil du fällst
Wenn du liegst, bau ich auf dir kein Denkmal, sondern Zelt
Kein Trost, kein Trick, kein billiger Spruch – nur:
Ich hab dich gehört, denn du siehst nur dei’n Bruch
Schweigen ist lauter als jeder Applaus
Dein Blick ist der Grund, dass ich bleib, lass ihn raus
Sie reden dich müde – ich höre dich wach
Nicht als Held, sondern Mensch, der den Schmerz nicht verpasst
Dein Herz ist kein Makel, Klarheit kein Gift
Du bist nicht zu viel. Du bist, was der Nebel nicht frisst
Ich trag keinen Schild – ich trag deine Wahrheit
Wenn du brennst, dann bleib ich, doch es wird niemals leicht
Du bist nicht allein – du bist halt echt
Wer das nicht aushält, war nie dein Gefecht
Halte dein Herz, wenn Kälte dich ködert
Richte deinen Helm, lass die Wärme verkörpern
Skit: Taxi trifft Tresen
(Geräusche: Autotür klappt zu, Ralle steigt schwer ins Taxi.
Man hört im Hintergrund noch ein entferntes Kneipenlachen.
Motor läuft, leise Straßenatmo.)
🚕 Cousin Kratylos (ruhig, leicht nuschelnd):
„Na, Cousin. Wohin soll’s gehen?“
🍺 Techno-Ralle (heiser, warm):
„Fahr mich einfach… egal wohin. Hauptsache raus aus der Kneipe. Mein Herz liegt noch auf’m Tresen.“
🚕 Cousin Kratylos:
„Weißt du… die meisten sagen mir ’ne Adresse.
Aber manchmal, Ralle, ist das nur ein Vorwand.
Eigentlich fährt man nicht zu Orten.
Man fährt zu sich selbst.“
🍺 Techno-Ralle (lacht rau):
„Haha, Digga… ich hab schon ganze Nächte zu mir selbst getanzt.
Und trotzdem wachste auf, guckst in die Runde – nix als Gläser und Geister.
Vergessen is’ auch ’n Beat, Cousin.“
🚕 Cousin Kratylos:
„Und Erinnerung ist der Refrain, der sich wiederholt.
Vielleicht bist du heute nicht auf der Flucht…
sondern auf der Heimfahrt.“
🍺 Techno-Ralle (nickt, fast leise):
„Heimfahrt… ja.
Hauptsache, der Bass bleibt.
Und vielleicht auch ’n Platz für jemand anderes,
wenn mein Herz aufgeräumt ist.“
(Geräusch: Blinker klickt. Taxi beschleunigt. Techno-Bass von draußen mischt sich mit Motorengeräusch.)