🛣️ Kapitel 1 – Aufbruch

Manchmal wartet man zu lange, bis alles sicher scheint.
Doch das Leben wird nie ganz passen – und trotzdem ruft es: Geh.
Aufbruch ist kein Plan, sondern ein Atemzug, der länger trägt als Angst.
Ein Schritt, der sagt: „Auch ohne Navi. Auch ohne Sonnenschein. Ich fahr.“
So beginnt ›Ich fahr einfach los‹.

Und manchmal steigt jemand mit ein, und du merkst zu spät, dass er nie ans Steuer wollte.
Er hat mitgespielt, aber nie mitgetragen. Wenn’s kracht, zählt er lieber Münzen als Momente.
Dann bleibt nur ein klarer Schlussstrich, ein Abschied ohne Drama.
So klingt ›Du bist mitgefahr’n (Blinder Passagier)‹.

Dann gibt es diese Art von Sehnsucht, die dich halb wahnsinnig macht –
wenn du überlegst, eine Wahrsagerin zu buchen oder gleich das FBI anzurufen,
nicht um zu jagen, sondern um zu verstehen, wie jemand so plötzlich verschwinden kann.
Die Liebe wird zur Fahndung, die Sehnsucht zur Mission.
Ein leicht irregewordener Cowboy mit Herz reitet durch ›30 Tage (Dann bist du hier)‹.

Es ist der Moment, in dem man nicht mehr wartet, bis jemand anderes entscheidet.
Man spürt den Motor im Bauch und die Straße im Blick.
Aufbruch heißt nicht wissen, wohin – es heißt:
bereit sein, dass der Weg dich verändert.


🎼 Ich fahr einfach los

Strophe 1

Straße ruft, der Motor brummt
Es geht los, der Tag wird bunt
Fahre schnell, das macht Spaß
Wind im Haar, alles passt

Himmel blau, mein Blick ist weit  
Ohne Plan, doch ich hab Zeit
Mucke an, der Song läuft laut  
Ich sing mit, bin gut gelaunt

Refrain  

Ja, ich fahr einfach los
fühle mich grandios  
Ja, keine Sorgen in Sicht
Die Sonne küsst mein Gesicht

Ja, kein Tempo zu schnell
Leb den Moment ungestellt  
Ja, ich bin Realist
das Leben lacht – ich lache mit!

Strophe 2

Wolken zieh’n, der Himmel grau
Ich fahr weiter, ich vertrau
Jeden Tag ne neue Sicht
Wenn es regnet strahlt mein Licht

Bieg mal ab, kein fester Plan
Neues Ziel, fang anders an
Lass mich treiben, das wird toll
Alles kommt, wie’s kommen soll

Refrain

Bridge

Ich find‘ den Weg in mir
Nicht die Reise, auch das Ziel
Ich fahr’ Richtung Abendlicht
Im Horizont der Zuversicht
(2x)

Refrain


🎼 Du bist mitgefahr’n (Blinder Passagier)

Strophe 1

Eine ganze Crew, die heute in die See sticht
Gutes Omen, kein Nebel, eine klare Sicht
Der Steuermann weiß, wo der Kurs hingeht
Keine Flaute in den Segeln, der Rückenwind weht

Im Meer warten Schätze, mehr Wert als nur Gold
Ideen und Träume, die keiner uns holt
Das Team hält zusammen, Matrosen auf See
Folgen der Vision von dem Kapitän

Der Bootsführer heuert die Landratte an
Ein Funker fehlt! Sagt der Steuermann
Er wird Teil der Crew, zieht an einem Strang
Die Segel zu setzen, so wie es begann 

Er greift nach dem Seil, der Griff ist noch schwach
Wir hoffen, er hält durch, wenn es kracht
Segel gehisst, der Sturm kommt bestimmt
Wenn Wellen brechen, zeigt sich, wer von uns schwimmt

Refrain  

Du bist mitgefahr’n, hast nie gelenkt
Blinder Passagier, der nimmt, nichts schenkt
Du zählst deine Münzen, schreibst einen Bericht
Ich seh‘ die Bilanz, getan hast du nichts

Mitgefahr’n, hast nie gelenkt
Blinder Passagier, der uns ausbremst
Du zählst deine Münzen, schreibst einen Bericht
Wenn wir untergeh’n, kümmert es dich nicht

Strophe 2

Ein Sturm zieht auf, luven an, ziehen fort
Das Gewitter ist nah, navigier’n Richtung Nord
Der Lotse schaut auf den Kompass fokussiert
Wellen schlagen hoch, wir bleiben unbeirrt

Das Wetter fordert, wir bleiben stark
Mit Zuversicht, doch das Meer ist arg 
Wir machen klar Schiff: Wieso bist du hier?
Bist du nicht loyal, hol ich dich kiel

Dein Blick ist leer, der Griff bleibt schwach
Wenn das Deck bebt, zeigt sich, was du machst
Taue gespannt, der Mast zeigt Schwächen
Wir halten zusammen, keiner darf brechen

Was treibt dich hierher, wenn nicht unser Ziel?
Nur als Einheit gewinnt man das Spiel
Spürst du den Wind, der uns zerreißt? 
Drehst du dich weg, wenn Gefahr sich zeigt?

Refrain


🎼 30 Tage (Dann bist du hier)

Strophe 1

Ich geb dir dreißig Tage, dann stehste hier
Hab ’ne Wahrsagerin konsultiert
Sie streut den Zauber aufs ganze Land
Mit ihrer Glaskugel in der Hand
In dreißig Tagen bist du wieder hier

Refrain  

Der Zauber wirkt – der Zauber wirkt!
Jetzt finde ich heraus, wo du dich verbirgst
Schick den Mond auf dich los, ein Sternwind
Ich finde dich, egal, wo du bist
Baby, komm freiwillig zurück!

Strophe 2

Ja, ich war heute früh beim Anwalt, ganz diskret
Eine Anklage schlägt er vor, das könnte geh’n
Stell ’nen Antrag, klag auf Herzverlust
Und wenn das zieht, dann kriegst du Post
In dreißig Tagen kommst du zu mir zurück

Refrain

Ich klag dich an – Ich klag dich an!
Wenn ich das tu, wart’s ab, dann bist du dran
Ruf den Sheriff, schreib an’s Fernseh’n
Wie soll das ohne dich geh’n?
Baby, mach dich auf den Weg!

Strophe 3

Auch wenn sie lachen, ist mir egal
Dann frage ich die Jungs vom FBI
Geben die mir keine Optionen
Geht’s an die Vereinten Nationen
In dreißig Tagen klopfst du bei mir an

Refrain

Bald bist du hier – bald bist du hier!
In mei’m Kopf klopfst du längst an der Tür
Ich will, dass du zurück kommst
Sonst war die ganze Mühe umsonst
Baby, sei bald wieder hier!