🌭 DJ Bockwurst
Die Legende des W-Funk

🎧 „Ich brat, also bin ich. Ich groove, also leb ich.“

🐺🎙️ „Aus Fett ward Klang, und der Klang ward Funk.“


🌭 DJ Bockwurst stellt sich vor

„Jo Freunde, ich bin Bockwurst. DJ Bockwurst.
Soul-Botschafter mit Frittenfett – Teilzeit-Catering, Vollzeit-Erschöpfung.

Ich hab keinen Master in Musik – ich hab Senf im Takt.
Ich scratch nicht, ich grill.
Meine Cuts riechen nach Pommesbude bei Nacht.
Mein Flow tropft vom Schnurrbart – 
und wenn der zuckt, weißt du: da kommt gleich ’n Break.

Manche sagen: ‚Bockwurst, du brennst aus.‘
Aber ich sag: ‚Bruder, ich brat schon seit Jahren auf kleinster Flamme.‘
Burnout? Nicht mit mir – ich simmer. Langsam, funky, fettig.

Ich brauch keinen Fader – mein Schnurrbart regelt.
Kein Filter, nur Fettfilm. Keine Rolex, nur Pommesgabel der Wahrheit.
Während andere fragen, wie sie wirken, frag ich: ‚Schmeckt das nach was?‘

Soul ist für mich kein Kirchenchor, keine Spotify-Playlist.
Soul ist wie Frittenfett – heiß, schmutzig, ehrlich.
Wenn’s zischt, wenn’s spritzt, wenn’s nachbleibt auf den Händen –
dann weißt du: Das ist kein Sound, das ist Geschmack.

Ich bin DJ Bockwurst.
Und wenn ihr hier singt, dann singt ihr nicht sauber –
ihr singt saftig.
Nicht glatt – sondern knusprig an den Ecken, zart im Kern.
So klingt Funk. So riecht Wahrheit.
Und wenn mein Hund Hotti bellt – dann weißt du: Dieser Beat ist echt.“


Szene 1 – Der Geruch nach Anfang

(Ort: Hinterhof einer Freibad-Pommesbude, Sommer 1995.
Es ist spät. Der Asphalt dampft noch vom Tag, irgendwo plätschert Chlorwasser.
Ein kleiner Bluetooth-Speaker kratzt, eine Neonröhre flackert.
Zwischen Fritteuse, alten Kisten und einer improvisierten Plattenspieler-Ecke steht ein junger Typ mit Schürze, Fettflecken auf dem Shirt, Kopfhörer halb aufgesetzt.
Hotti, damals noch Welpe, schnarcht in einer leeren Pommes-Schachtel.)

🎧 Soundkulisse:
Frittier-Zischen, leises Vinylknistern, entferntes Kinderlachen, dann Ruhe.

🌭 Bockwurst (murmelnd, konzentriert):
„Kick… Snare… Zisch… und jetzt die geheime Zutat.“

(Er kippt einen winzigen Tropfen Frittenfett auf eine Vinylscheibe.)

💥 Zisch, Knack, Funk.

🌭 Bockwurst:
„Jo… da isser. Der Geschmack von Groove.“

(Er bewegt sich rhythmisch, der Beat entsteht aus Grillzange und Fettblubbern.)

🐶 Hotti (im Schlaf, halb bellend):
„Wuff-tss. Wuff-tss.“

🌭 Bockwurst (lacht):
„Siehst du, Hotti fühlt’s schon.
Wenn der Hund im Takt bellt, weißt du, das ist Soul, Bruder.“

(Er kratzt mit der Grillzange über eine leere Konservendose – Scratching-Geräusch.)

🌭 Bockwurst:
„Ich brauch keinen Mixer. Ich hab Senf im Takt.“

(Er zeigt auf die offene Senftube, die leicht tropft.)
(Eine ältere Dame lehnt sich kurz aus dem Fenster der Bude.)

👵 Stimme:
„Bockwurst! Bring den Müll noch raus und dann Feierabend, ja?“

🌭 Bockwurst (nickt, aber bleibt im Groove):
„Jawohl, Frau Käthe. Aber erst noch kurz… der Beat muss ziehen.“

(Er startet den Recorder – ein altes Kassettendeck.
Auf dem Label steht handgeschrieben: „Bratbeat 01 – Versuch F“.
Ein dumpfer, warmer Loop setzt ein – halb Radio, halb Fritteuse.)

🌭 Bockwurst (leise, fast ehrfürchtig):
„Ich schwör, Bruder… das riecht nach Zukunft.“

🐶 Hotti (bellt zustimmend):
„Wuff!“

(Die Kamera zoomt auf die tropfende Vinylscheibe.
Fett trifft Licht. Funk trifft Fett.
Ein goldbrauner Schimmer. Der Beat läuft weiter.)

🐺🎙️ Wolfenschmitz (Off-Stimme):
„So beginnt jede Revolution –
nicht mit einem Knall, sondern mit einem Zischen.“

(Fade Out. Pfanne zischt. Kassettendeck klickt.)

Szene 2 – Burnout auf kleiner Flamme

(Ort: dieselbe Pommesbude, etwa zehn Jahre später.
Die Fritteuse klingt wie ein alter Synthesizer.
Ein Ventilator dreht träge, Schweiß tropft auf die Theke.
Draußen: Sommerregen. Drinnen: Bratdunst und Bass.
Hotti, mittlerweile erwachsen und leicht übergewichtig, liegt halb auf einem Subwoofer, halb auf einem Sack Zwiebeln.)

🎧 Soundkulisse:
Fettblubbern, Kassettendeck mit leichtem Bandsalat, Ventilator-Summen, Regen, Funk im Hintergrund.

🌭 Bockwurst (in ein Diktiergerät sprechend):
„Tagebuch, Kapitel 347.
Der Grill läuft, die Gäste schmelzen, und meine Seele riecht nach Arbeit.“

(Er pustet Zigarettenrauch in Richtung Decke, als wär’s Bühnennebel.)

🌭 Bockwurst:
„Alle reden von Durchhalten. Ich red von Durchbraten.“

🐶 Hotti (brummt zustimmend):
„Wuff.“

🌭 Bockwurst:
„Burnout?
Bruder… ich brat schon seit Jahren auf kleinster Flamme.
Ich simmer. Ich köchel. Ich bleib saftig.“

(Er öffnet das Kassettendeck, zieht eine alte Aufnahme heraus – „Bratbeat Vol. 1 – Grillin’ & Chillin’“.
Er wischt Fettspuren vom Band mit einem Papiertuch und legt es wieder ein.)

🎧 Knack, Tape läuft an – verrauschter Funk-Loop.

🌭 Bockwurst:
„Weißt du, Hotti… die da draußen streamen jetzt ihre Gefühle.
Ich brat sie lieber an.“

🐶 Hotti:
„Wuff.“

🌭 Bockwurst (nickt):
„Genau. Ohne Playlist, ohne Filter.
Nur Fettfilm und Wahrheit.“

(Er nimmt eine alte Pommesgabel, schaut sie an wie eine Reliquie.)

🌭 Bockwurst (feierlich):
„Pommesgabel der Wahrheit – geweiht in Schweiß, geformt in Fett.
Wer sie hebt, hebt Haltung.“

(Er deutet, als würde er ein Publikum sehen.

🐺🎙️ Wolfenschmitz (Off-Stimme):
„Er war kein Rockstar.
Er war ein Medium – zwischen Fett und Funk.
Ein Mann, der die Welt zum Knistern brachte, und dafür nie um Erlaubnis bat.“

(Licht flackert. Regen wird stärker.
Bockwurst dreht den Grill herunter, setzt sich neben Hotti auf den Boden.
Der Beat läuft weiter – dumpf, warm, menschlich.)

🌭 Bockwurst (leise, fast wie ein Gebet):
„Ich brat, also bin ich.“

🐶 Hotti (im Halbschlaf):
„Wuff-tss.“

(Fade Out.
Das Frittiergeräusch verwandelt sich langsam in ein Hi-Hat-Rattern.
Ein neuer Beat entsteht – aus Müdigkeit, aus Wahrheit.)

Szene 3 – Pommesgabel der Wahrheit

(Ort: Ein kleines Open-Air-Festival auf dem Land. Abenddämmerung.
Bühne aus Paletten, Planen und Impro-Licht.
Der Geruch von Regen, Grillwürstchen und Erde hängt in der Luft.
Ein Plakat flattert: „Sommerfunk am See – Eintritt frei (bei gutem Wetter)“.
Hotti steht mit Gehörschutz hinter der Bühne.
DJ Bockwurst, leicht durch, aber glühend, checkt seine Turntables – ein modifizierter Doppelfritteusendeckel mit eingebautem Kassettendeck.)

🎧 Soundkulisse:
Murmeln der Menge, Tropfen, Strombrummen, Mikrofon-Feedback.

🌭 DJ Bockwurst (ins Mikro, halb ernst, halb müde):
„Liebe Leute…
Strom is’ weg, Stimmung is’ da.
Ich sag euch, Funk braucht keine Steckdose – nur Haltung.“

(Er hebt langsam die Pommesgabel, die im Bühnenlicht glänzt.)

🌭 DJ Bockwurst:
„Dies hier… ist kein Besteck. Das ist ein Symbol.
Zwei Zinken, ein Griff – Balance und Griffbereit.
Wie Leben und Groove.“

(Publikum lacht, applaudiert. Ein Kind ruft: „Mach Fettmusik!“)

🌭 DJ Bockwurst (grinst):
„Mach ich. Aber heute unplugged –
direkt aus der Pfanne des Herzens.“

(Er beginnt mit der Grillzange auf einen leeren Ölfass-Kanister zu schlagen.
Rhythmisch, roh, hypnotisch.
Das Mikro fängt jede Delle auf, jeder Schlag klingt wie ein Statement.)

🐶 Hotti (hinter der Bühne, bellt im Delay):
„Wuff–wuff–uff–uff…“

🌭 DJ Bockwurst:
„Da! Hört ihr?
Das ist kein Fehler – das ist mein Drummer!“

(Publikum lacht, klatscht im Takt.
Er stampft mit dem Fuß, improvisiert einen Beat.
Ein paar Leute fangen an zu tanzen.)

🌭 DJ Bockwurst:
„Ich hab keinen Beat mehr – nur noch Blut im Takt.
Und wenn ihr das fühlt – dann wisst ihr:
Funk lebt, solange jemand schwitzt!“

(Er legt die Pommesgabel an den Verstärker, als wär’s eine E-Gitarre.
Feedback, Fett-Zischen, Regen prasselt.
Er ruft gegen das Wetter an:)

🌭 DJ Bockwurst:
„Bass ist Zahlungsmittel!
Flow ist Währung!
Fehler sind Zinsen auf Echtheit!“

(Die Menge johlt. Einige halten Pommes hoch wie Fackeln.
Ein Moment zwischen Witz und Erleuchtung.)

🐺🎙️ Wolfenschmitz (Off-Stimme):
„So wurde aus Fett Philosophie,
aus Schweiß Soul,
und aus einem Mann – ein Genre.“

(Die Kamera fährt langsam zurück.
Auf der Bühne: Rauch, Dampf, Freude.
Bockwurst hebt Hotti hoch, als wär’s Simba.
Die Menschen jubeln, der Regen hört auf.)

🌭 DJ Bockwurst (leise, fast zu sich selbst):
„W-Funk…
warm, würzig, wahr.“

Szene 4 – Nicht genug (Von dem Funky Groove)

(Ort: dieselbe Festivalbühne, später am Abend.
Die Sonne ist längst untergegangen, der Boden dampft vom letzten Regen.
Das Licht ist warm, das Publikum vibrierend.
DJ Bockwurst steht am Pult, Kein Wechselgeld am Mikro, Zeitdruck nickt im Takt.
Hotti schläft auf einem Monitor, der im Groove brummt.)

🎧 Soundkulisse:
Publikumssummen, Bass-Check, Funk-Gitarrenlicks, dann Beat.

🐺🎙️ Wolfenschmitz (Off-Stimme):
„Und als der Rauch sich legte,
war klar – aus einer Pfanne war ein Planet geworden.
Kein Rezept. Kein Vertrag. Nur Groove in freier Wildbahn.“

(Der Beat droppt. Kein Wechselgeld greift zum Mikro.)

🎤 Kein Wechselgeld:
„Ich krieg nicht genug – von dem Funky Groove!“

(Publikum ruft zurück: „Funky Groove!“
DJ Bockwurst wirft mit Salz in die Luft – wie Konfetti. Zeitdruck lacht, Hotti bellt im Delay.
Die Bühne bebt, die Pommesgabel glänzt im Licht. Der Song endet.)

🐺🎙️ Wolfenschmitz (Off):
„Und so ward der W-Funk nicht nur geboren –
sondern gespielt. Warm. Würzig. Wahr.“

(Kamera zieht hoch. Von oben:
eine tanzende Menge, ein flackernder Grill,
ein Herz aus Licht auf dem Boden.
Fade Out. Pfannen-Zischen. Cassettendeck-Klick.)

🎼 Nicht genug (Von dem Funky Groove)
feat. 🌭 DJ Bockwurst

🎤  Kein Wechselgeld – Refrain

Ich krieg nicht genug (Ich krieg nicht genug)
Von dem Funky Groove (Von dem Funky Groove)
(4x)

🎤  Kein Wechselgeld – Strophe 1

Ich steig ein in den Beat wie in ’nen Supermarkt-Gang
Roll mit’n Wagen, ich brauch’ keinen Plan
Funk im Regal, ich nehm gleich zwei
Bass kostet nix, doch er macht dich high

Kein Wechselgeld, Bruder, ich zahl mit Flow
An der Kasse: Kopfnick’n, reicht sowieso
Eddy Backup packt Chips in den Korb
DJ Bockwurst ruft: „Funk is’ mein Job!“

Schreib Texte auf Pfandbons, auf Kaugummipapier
Rap ist mein Bonussystem, alle Punkte bei mir
So fresh, so clean, kein Chart-Kalkül
Groove auf dem Grill, heiß-fettig serviert

Von der Bushaltestelle bis zum Funk-Paradies
Jeder Schritt bleibt im Takt, mein Biss ist verliebt
Steig ein – wenn der Bass dich ruft
Mein Moment of Truth, das ist Funky Groove

🎤  Kein Wechselgeld – Refrain

🎤  Kein Wechselgeld – Strophe 2

Ich steig ein in die Bahn, Funk fährt mit mir mit
Beine wippen von selbst, brauch kein Ticket
Groove in der Tasche, Beats auf’m Schoß
Fenster-TV zeigt: In der Stadt nix los

Zeitdruck baut Beats aus der Bordsteinkante
Flex Fred posiert – bleibt Fassade
Besen Buddy wischt den Trost vom Asphalt
Wortstaub im Rhythmus, ich such keinen Halt

Mach’n Rap-Battle gegen ’nen Stromkasten
Meine Leitung Glasfaser, ich blitze Gedanken
Ich brauch jetzt Funk, kein Groove ist zu viel
Du spielst zu stabil, ich bleib’ ehrlich labil

Von der Tanzfläche hoch bis zum Wolkenzug
Tanz’ auch allein – mein Herz hört mir zu
Ich steh auf, wenn der Beat mich ruft
Mein zweiter Proof: pur Funky Groove

🎤  Kein Wechselgeld – Refrain

🌭 DJ Bockwurst – Strophe 3

DJ Bockwurst am Pavillon, Freibad, leicht verbrannt
Senf auf’m Teller, Groove tropft aus der Hand
Hotti unterm Tisch, Studiohund auf Wache
Schnauft im Takt, weil die Kick schön knackt

Ich brauch kein Menü, nur ’n Loop und ’ne Wurst
Noch’n Takt, noch’n Biss, hab nie genug Durst
Funk auf dem Rost, knallt leise, aber satt
Wenn der Bass dich umarmt, hast du alles gehabt

Kein Smalltalk, Bruder, ich hör lieber zu
Der Groove sagt mir mehr als „Was machst du?“
Ich leg auf, bis der Himmel kurz schwitzt
Und der Tag merkt: okay, hier fehlt noch Biss

Nicht genug ist kein Mangel, das ist mein Stil
Bin Caterer mit Burnout, doch nie zu viel
DJ Bockwurst bleibt, der Rest flucht
Ich brauch kein Ende, nur Funky Groove

🎤  Kein Wechselgeld – Refrain